Mit der Möglichkeit, online gegen einander zu spielen kam bald die Idee auf, daraus auch Wettbewerbe und sogar Ligen zu machen. Diese Bestrebungen gab es bereits im Jahre 2000. Den Anfang machten Netzwerkparties, aber als die Übertragungsgeschwindigkeiten immer besser wurde, wechselte man bald zu Online-Spielen.
E-Sport ist mittlerweile in den meisten Industrieländern vorhanden, auch wenn nicht alle Sportverbände dies als Sport anerkennen. So weigert sich der deutsche Olympische Sportbund eSport aufzunehmen. Da bei eSport-Veranstaltungen unter anderem auch Fußball gespielt wird, haben die großen europäischen Vereine bereits eigene Mannschaften gegründet, darunter Paris St. Germain und Manchester City, aber auch der FC Nürnberg.
Den ersten Weltcup gab es 2003 in Frankreich und seitdem wird der Electronic Games Worldcup jedes Jahr ausgetragen. Im gleichen Jahr wurden auch die PC-Freunde durch Konsolenspieler erweitert: Das Spiel Halo faszinierte die Gamer so sehr, dass es eigene Meisterschaften gab.
Die Online-Spiele sind längst auch ein Geschäft geworden. In Korea verdienen Spieleprofis bis zu 230.000 Euro im Jahr, und in den USA winken Preisgelder von ingesamt über 5 Millionen Dollar bei verschiedenen Turnieren.
Zwar sind die Profis auf sich gestellt, müssen sich aber in vielen Spielen mit anderen zusammentun. Wenn es um Mannschaften und Vereine geht dann wird bei den eGames von Clans gesprochen. Bei den Rollenspielen sind es oft Gilden oder Allianzen. IN Deutschland geht man von 40.000 Clans aus.
Die beliebtesten Spielekategorien sind Echtzeit-Strategiespiele, Shooter und Sportsimulationen. Counter Strike: Global Offensive, Dota 2, League of Legends und StarCraft II führen dabei die Hitlisten an. In der Regel besteht ein Team aus fünf Spielern, die sich bisweilen auch nur für einen Wettbewerb zusammenfinden. Die weltweite größte Liga ist derzeit die Electronic Sports League mit über 2 Millionen Mitgliedern.