Bei den Ego-Shootern versucht der Spieler aus der Ich-Perspektive sich durch einen dreidimensionalen Spielraum zu bewegen und muss versuchen, sowohl nicht selbst getötet zu werden als auch andere zu vernichten. Die Gegner sind entweder andere Spieler oder menschenähnliche Wesen. Übrigens ist Ego-Shooter eine deutsche Wortschöpfung , im Englischen – und auch international – werden sie als First-Person-Shooter bezeichnet. Die ersten Shooter waren Einzelspieler-Games. Dabei galt es durch mehrere Spieleebenen zu kommen und einer festgelegten Geschichte zu folgen.

Das Spiel Doom war das erste, bei dem auch mehrere Spieler in einem Szenario unterwegs sein konnten. Nach der Veröffentlichung von Half Life begannen Programmierer so genannte Mods (Modifikationen) zu schaffen, zu denen unter anderem auch Counter Strike gehört.

Damit war die Stunde der taktikbasierten Shooter geboren. Bei diesen Spielen kommt es weniger auf Schnelligkeit und Geschicklichkeit an, sondern auf Teamplay uns strategisches Denken. Es ist letztlich eine digitale Form von Räuber und Gendarm, bei der zwei Teams gegeneinander antreten. Viele Spiele haben zum Ziel, dass ein Team eine Flagge des anderen erobern muss, es gibt aber auch Szenarien in denen Geisel befreit oder Bomben entschärft werden müssen. Die wichtigste Rolle hat dabei der Teamleader, der seine Kämpfer ihren Fähigkeiten entsprechend einsetzen muss. Er muss aber auch versuchen, das Verhalten der Gegner zu analysieren und vorherzusagen.

Man kann diese Taktik-Shooter auch alleine spielen und bekommt dann ein vom Computer generiertes Team zur Seite gestellt. Die meisten Spieler aber nutzen dieses Genre gerade weil sie mit anderen kooperieren können, was natürlich auch den Spielespaß erhöht. Bei vielen Taktikshootern ist das Ziel auch nicht unbedingt dass alle Gegner getötet werden, sondern man spielt nach Runden. Das wiederum kann Einfluss haben auf die Wiederauferstehung, nachdem man getötet wurde. Statt mehrere Leben in einem Spiel bekommt man oft nur eines pro Runde und muss warten, bis die Runde beendet ist.

Beim populären Counterstrike geht es zum Beispiel darum, Teil einer Anti-Terroreinheit oder einer Terrorgruppe zu sein. Es war in die Kritik geraten, vor allem nach einigen Unglücken in Schulen, wurde aber von von der Bundesprüfstelle immer wieder als nicht-jugendgefährdend eingestuft. Das konnte die Popularität nur fördern, und es galt zehn Jahre lang als das beliebteste Online-Spiel in der Shooter-Kategorie. Die aktuelle Version ist Counterstrike: Global Offensive. Sie ist sowohl für den PC als auch für die Playstation 3und die Xbox360 erhältlich

2017-11-03T12:57:08+00:00